
Ein Erklärfilm ist mehr als bewegte Bilder mit Text, er ist ein Werkzeug, das komplexe Themen in 60-120 Sekunden verständlich und emotional zugänglich macht. Doch was unterscheidet einen professionellen Erklärfilm von einem beliebigen Animationsvideo? Die Antwort liegt im Konzept.
Bei Jojomoto beginnt jede Animation nicht mit einer Zeichnung oder dem ersten Frame, sondern mit einer einfachen Frage: "Was ist der Kern?" Diese Frage ist der Ausgangspunkt unserer konzeptionellen Reise - und oft der entscheidende Unterschied zwischen einem Film, der gesehen wird, und einem Film, der wirkt.
In diesem Artikel zeigen wir, wie wir bei der Konzepterstellung vorgehen, welche Methoden wir nutzen und warum ein durchdachtes Konzept die Grundlage für jeden erfolgreichen Erklärfilm ist.
Die meisten Themen, mit denen wir arbeiten, sind vielschichtig. Ob wissenschaftliche Forschung, innovative Geschäftsmodelle, soziale Projekte oder technische B2B-Software: es gibt immer mehr zu erzählen, als in 90 Sekunden passt. Unsere Aufgabe ist es, durch diese Komplexität zu navigieren und die essentielle Geschichte zu finden.
Der Prozess gleicht einer Schatzsuche: Wir tauchen tief in das Thema ein, führen ausführliche Gespräche mit unseren Kunden, recherchieren eigenständig und suchen nach den entscheidenden Aspekten und emotionalen Anknüpfungspunkten.
Komplexität entsteht nicht durch Fachwörter oder technische Details. Ein Thema ist komplex, wenn:
Bei unserem Projekt für die Diakonie An Sieg und Rhein stand genau diese Herausforderung im Zentrum: Wie erklärt man ein innovatives Konzept der integrierten Sozialberatung so, dass potenzielle Förderer die Notwendigkeit verstehen, ohne die Komplexität der sozialen Strukturen zu vereinfachen?
Die meisten Themen, die wir vermitteln, sind vielschichtig. Ob es sich um eine neue Bildungsinitiative, eine wissenschaftliche Forschung,ein soziales Projekt oder eine unternehmerische Innovation handelt, meistens gilt es viele Dinge zu beachten. Unsere Aufgabe ist es, durch diese Komplexität zu navigieren und die essentielle Geschichte zu finden, die das Publikum erreicht.
Der Prozess dahin gleicht einer Schatzsuche: Wir tauchen tief in das Thema ein, stellen Fragen, recherchieren eigenständig und suchen in gemeinsamen Gespräche nach den entscheidenden Aspekten und nach emotionalen Anknüpfungspunkten, die deine Botschaft mit Leben füllen.
Besonders bei gesellschaftlich relevanten Themen oder komplexen wissenschaftlichen Zusammenhängen liegt die stärkste Geschichte oft nicht im Offensichtlichen. Wir finden sie in den Zwischenräumen: in der Motivation, die hinter dem Projekt steht, in der Veränderung, die erwirkt werden soll oder in der Herausforderung, die für die Zielgruppe gelöst werden soll.
Ein gutes Konzept ist wie ein stabiles Fundament, es bleibt meist unsichtbar, trägt aber das gesamte Gebäude. Es definiert nicht nur, was erzählt wird, sondern auch wie wir es visuell umsetzen, welche Stimmung, welcher Stil, welche Bildsprache die Botschaft am besten unterstützt.
Bei Jojomoto nutzen wir verschiedene narrative Strategien, die wir je nach Projekt und Zielgruppe einsetzen:
Wir übersetzen abstrakte Konzepte in visuelle Bilder, die jeder versteht. Ein komplexer Prozess wird zur Reise, ein technisches System zur Maschine, ein soziales Projekt zur Brücke zwischen Lebenswelten.
Konkretes Beispiel: Für EMnify haben wir die abstrakten Möglichkeiten von IoT-Geräten nicht durch technische Diagramme erklärt, sondern durch konkrete Anwendungsszenarien – vom Smart Home bis zur industriellen Überwachung. Jede Szene wurde zur eigenen kleinen Geschichte.
Wir erzählen die Geschichte durch die Augen einer Person, die stellvertretend für die Zielgruppe steht. Diese Methode schafft emotionale Nähe und macht abstrakte Probleme persönlich erfahrbar.
Konkretes Beispiel: Im Diakonie-Projekt entwickelten wir die fiktive Protagonistin Sabrina, die verschiedene typische Problemlagen vereint. Ihr Weg durch das System machte die Notwendigkeit der integrierten Sozialberatung nicht nur verständlich, sondern emotional nachvollziehbar.
Diese Methode funktioniert besonders gut bei:
Wir etablieren zunächst eine Herausforderung und zeigen dann, wie das Angebot oder die Initiative diese meistert, eine zeitlose Erzählstruktur, die immer funktioniert.
Konkretes Beispiel: Für den Masterplan Solarcity haben wir nicht mit technischen Details begonnen, sondern mit der Frage: "Wie schaffen wir die Energiewende in der Landwirtschaft?" Die Lösung, regionale Synergien zwischen Energie und Agrar, wurde so zum logischen nächsten Schritt, nicht zum abstrakten Konzept.
Es gibt diesen besonderen Moment in jedem Konzeptionsprozess, den wir besonders schätzen: Wenn wir unsere ausgearbeiteten Konzeptideen präsentieren und in den Augen unserer Kunden sehen, dass wir den Kern getroffen haben. Wenn komplexe Zusammenhänge plötzlich kristallklar erscheinen und die Reaktion ist: "Genau so ist es – nur hatte ich es noch nie so gesehen."
Dieser Moment ist unser Antrieb. Er bedeutet, dass wir die Geschichte gefunden haben, die die Botschaft nicht nur transportiert, sondern verstärkt.
Ein durchdachtes Konzept sorgt dafür, dass:
Bei der Commercetools-Kampagne beispielsweise entwickelten wir ein modulares Konzept, das über verschiedene Formate hinweg funktioniert: Von Convention-Präsentationen über Social Media Content bis zu Educational Videos. Das übergeordnete Konzept sorgte für Wiedererkennungswert und eine konsistente Markenbotschaft – egal ob 15 Sekunden Instagram Reel oder 3-minütiges Erklärvideo.
In unserem Konzeptionsprozess verbinden wir bewährte kreative Methoden mit modernen Hilfsmitteln. KI-Tools haben sich als wertvolle Ergänzung unserer kreativen Arbeit erwiesen – nicht als Ersatz, sondern als Inspirationsquelle und Rechercheunterstützung.
KI unterstützt uns bei:
Die menschliche Expertise bleibt entscheidend bei:
Wichtig: Die Entscheidung, welcher Ansatz für ein Thema der richtige ist, basiert auf Erfahrung, Intuition und dem engen Dialog mit unseren Kunden – nicht auf Algorithmen.
Ein gelungenes Konzept ist mehr als eine gute Geschichte – es ist die Grundlage für die gesamte visuelle Umsetzung. Es definiert bereits in der frühen Phase:
Stimmung und Atmosphäre
Animationsstil
Farbpalette und Typografie
Gerade bei Themen mit gesellschaftlicher Relevanz, bei pädagogischen Inhalten oder Projekten im öffentlichen Raum achten wir besonders auf Zugänglichkeit, kulturelle Sensibilität und inklusive Darstellung.
Unsere Kollegin Theresa bringt hier ihre zertifizierten Kenntnisse in digitaler Barrierefreiheit und einfacher Sprache ein. Ein Aspekt, der mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz 2025 noch wichtiger wird.
Unsere methodische Herangehensweise lässt sich als kreative Verdichtung beschreiben. Wir beginnen mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten und fokussieren uns Schritt für Schritt auf die stärkste Lösung.
Was passiert:
Euer Input:
Was passiert:
Das Ergebnis:
Was passiert:
Wichtig: Größere inhaltliche Änderungen sollten in dieser Phase geklärt werden, da die Asset-Erstellung auf dem finalen Konzept aufbaut.
Tipp: In unserem Artikel über den vollständigen Produktionsprozess erfahrt ihr mehr über die Phasen nach der Konzeptentwicklung – von der Asseterstellung bis zur finalen Animation.
Bei wissenschaftlichen Themen besteht die Kunst darin, fachliche Korrektheit mit allgemeiner Verständlichkeit zu vereinen. Wir arbeiten eng mit Fachexpert:innen zusammen und finden visuelle Wege, komplexe Prozesse zu zeigen, ohne sie zu stark zu vereinfachen.
Methode: Wir nutzen visuelle Analogien, die wissenschaftlich korrekt bleiben – wie biologische Prozesse als Fabrik, Datenströme als Flüsse oder chemische Reaktionen als Kettenreaktion.
Bei digitalen Produkten und Software steht man vor einer besonderen Herausforderung: Wie visualisiert man etwas, das man nicht filmen kann?
Unser Ansatz:
Konkrete Beispiele von uns findet ihr in den Foramaten App-Video, wo wir Software-Funktionen nicht nur zeigen, sondern in einen narrativen Kontext einbetten.
Bei Nachhaltigkeitsthemen ist visuelle Ehrlichkeit entscheidend. Standardisierte Bilder von grünen Blättern und Windrädern sind austauschbar und oft wenig glaubwürdig.
Stattdessen setzen wir auf:
Nicht jedes Konzept ist gleich gut. Hier sind die Qualitätsmerkmale, an denen wir unsere eigene Arbeit messen:
✅ Klarheit: Kann die Kernbotschaft in einem Satz zusammengefasst werden?
✅ Relevanz: Spricht das Konzept die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe an?
✅ Originalität: Unterscheidet sich der Ansatz von Standardlösungen?
✅ Emotionale Resonanz: Schafft die Geschichte eine Verbindung zum Publikum?
✅ Visuelle Tragfähigkeit: Lässt sich das Konzept in überzeugende Bilder übersetzen?
✅ Skalierbarkeit: Funktioniert das Konzept auch für weitere Videos oder Formate?
Bei unserem Motion Design für Social Media ist gerade der letzte Punkt entscheidend – ein starkes Konzept lässt sich in eine gesamte Content-Serie übersetzen.
Problem: Der Versuch, alles zu erzählen, führt zu überladenen, unklaren Filmen.
Unsere Lösung: Wir helfen dabei, Prioritäten zu setzen. Was muss dieser Film leisten? Was kann ergänzend kommuniziert werden?
Problem: Konzepte, die nur auf Meta-Ebene funktionieren, aber keine konkreten Bilder erzeugen.
Unsere Lösung: Wir denken vom ersten Moment an in Bildern. Jedes Konzept wird mit ersten visuellen Scribbles getestet.
Problem: "Für alle" bedeutet oft "für niemanden richtig".
Unsere Lösung: Wir arbeiten mit konkreten Personas und fragen: "Würde diese Person die Geschichte verstehen und sich angesprochen fühlen?"
Problem: Diskussionen über Farbwahl oder Charakterdesign, bevor die Story steht.
Unsere Lösung: Erst das Konzept finalisieren, dann die visuelle Umsetzung entwickeln. Eine gute Geschichte funktioniert auch als Bleistift-Skizze.
Bei Jojomoto beginnen Erklärfilme bei 7.000€ für die erste Minute. Ein signifikanter Teil dieser Investition fließt in die Konzeptphase – und das aus gutem Grund:
Zeit und Geld in der Produktion:
Langfristige Wirkung:
Messbare Ergebnisse:
Bei Trainingsvideos und E-Learning-Serien ist ein modulares Konzept besonders wertvoll: Einmal entwickelt, können darauf aufbauend mehrere Lernmodule effizienter produziert werden.
Ein gelungener Erklärfilm beginnt nicht mit dem ersten Frame, sondern mit der ersten Frage: "Was ist der Kern?" Die Konzeptphase ist keine lästige Pflicht vor der "eigentlichen" Arbeit: sie ist die eigentliche Arbeit. Denn je durchdachter das Konzept, desto stärker die Animation.
Bei Jojomoto investieren wir deshalb besonders viel Zeit und Sorgfalt in diese frühe Phase. Wir wissen: Kraftvolle Animationen entstehen nicht durch technisches Können allein, sondern durch die Verbindung von starkem Storytelling und visueller Exzellenz.
Besonders bei der Arbeit mit NGOs, Bildungsträgern, Tech-Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen zeigt sich immer wieder: Ein solides Konzept ist der Unterschied zwischen einem Video, das gesehen wird, und einem Film, der wirkt, der verstanden wird, in Erinnerung bleibt und zum Handeln bewegt.