Seit 2024 ist KI bei Jojomoto fester Bestandteil jeder Produktion. Nicht als Experiment, sondern als echtes Arbeitswerkzeug, das uns in allen vier Produktionsphasen schneller iterieren lässt – und mehr Raum gibt für das, was wirklich zählt: die Geschichte. Wer direkt zum Angebot möchte: Alles zum KI-gestützten Workflow und KI-Training für Inhouse-Teams haben wir auf unserer Formatseite zusammengefasst.
Welche KI-Tools wir 2026 produktiv nutzen
Jojomoto nutzt 2026 ein festes Ökosystem aus KI-Tools – keine vollständige Marktübersicht, sondern das, womit wir täglich arbeiten:
- Nano Banana (Googles Gemini Image Generation): unser primäres Tool für hochwertige Einzelframes, der Startpunkt für viele Pipelines. Text direkt ins Bild, starke Charakterkonsistenz über Edits.
- Adobe Firefly: generative Bildbearbeitung direkt in Photoshop – für Inpainting, Background Extension, Asset-Überarbeitung.
- Kling (I2V mit nativen Camera Controls): Haupttool für animierte Shots mit beschreibbarer Kamerabewegung – Pan, Zoom, Tilt, Orbit. Input ist ein Nano-Banana-Frame, Output ein fertiger Clip.
- WAN und LTX: für spezifische Bewegungsstile und schnelle Iteration in ComfyUI.
- Seedance: wenn Charakter- oder Produktkonsistenz über mehrere Shots besonders wichtig ist.
- ComfyUI: verbindet alle Schritte in einer automatisierten Pipeline – Batch-Processing, Multi-Model-Workflows, LoRA-Training für konsistente Stile.
- After Effects (AI-Features): Roto Brush, Content-Aware Fill für finales Compositing.
- Premiere Pro (AI-Features): Speech-to-Text, Auto Reframe, Scene Edit Detection.
- ElevenLabs: Voice-Over-Generierung mit professionellem Qualitäts-Check.
Unser Workflow: vier Phasen, KI als Beschleuniger
Jojomoto setzt KI in jeder Produktionsphase ein – mit klarer Grenze zwischen dem, was KI übernimmt, und dem, was menschliche Entscheidung bleibt.
Verstehen kommt vor Gestalten
Der wichtigste Teil unserer Arbeit beginnt lange vor dem ersten Bild: das Verstehen. Was macht das Produkt oder Thema aus? Für wen? Was löst es aus? Wir nennen das den Jojomoto Decode – das echte Auseinandersetzen mit einer Thematik, das einen Film von einem guten zu einem eindrucksvollen macht.
KI hilft uns dabei konkret: Claude, ChatGPT und Perplexity liefern schnell tiefe Insights zu Zielgruppen, Produkten und komplexen Sachverhalten – Recherche, die früher Stunden gekostet hat, verdichtet sich auf Minuten. NotebookLM nutzen wir, um diese Erkenntnisse schnell im Team zu teilen und abzustimmen.
Die Stilfindung und Bildrecherche dagegen passiert manuell und menschlich. KI-generierte Moodboards wären selbstreferenziell – KI zitiert immer nur das, was schon existiert. Die richtigen Referenzen finden, die eine spezifische Bildsprache für ein spezifisches Thema treffen, bleibt unsere Aufgabe.
Projektspezifische Bilddatenbanken als Herzstück
Das Herzstück unserer KI-Asset-Pipeline sind projektspezifische Bilddatenbanken. Wir erstellen gezielt kuratierte Bild-Sets mit klar definierten Design-Regeln – Stil, Farbe, Licht, Komposition – und speisen diese in unsere ComfyUI-Workflows ein. Je präziser dieser Input, desto konsistenter und stilsicherer der Output. Die KI lernt so den visuellen Rahmen des Projekts, statt zu improvisieren.
Nano Banana liefert Ausgangs-Referenzen, Adobe Firefly übernimmt Inpainting und Detailüberarbeitung direkt in Photoshop. LoRA-Trainings für spezifische Charakter-Stile setzen wir bei Projekten ein, wo ein einzelner wiederkehrender Charakter konsistent generiert werden muss – aber die Bilddatenbank ist unser primärer Ansatz für Stil-Konsistenz.
Kling I2V und der C4D-Hybrid-Workflow
Für Shots mit definierbarer Kamerabewegung: ein hochwertiger Nano-Banana-Frame geht direkt in Kling I2V mit Camera Controls – kein komplexes ControlNet-Setup nötig. Für komplexe Kamera-Paths und 3D-Projekte nutzen wir unseren C4D-Hybrid-Workflow:
Cinema 4D rendert Depth Pass (16-bit EXR)
→ ControlNet hält Komposition und Kamera-Perspektive
→ FLUX + Style-LoRA generiert den visuellen Look
→ Kling oder WAN bringt es in Bewegung
Das Ergebnis: KI generiert visuell vielseitig, respektiert aber die Komposition aus C4D exakt. "Charaktervolle" Animation – mit Breaks, Asymmetrie, Persönlichkeit – finalisieren Animatoren danach noch einmal in C4D oder After Effects.
Technische Grundarbeit delegieren
Premiere Pro AI (Speech-to-Text, Auto Reframe) und After Effects (Roto Brush, Content-Aware Fill) übernehmen die technische Grundarbeit. ElevenLabs liefert den Voice-Over-Entwurf; die finale Entscheidung, welcher Klang welche Emotion trägt, bleibt menschlich.
Drei Projekte, drei KI-Einsätze
KI ersetzt bei uns keine Produktionsteile, sondern verbessert einzelne Elemente im Bild. Drei konkrete Beispiele.
simple system — B2B-Einkaufsplattform
3D Animation + Fotocollage: In Phase 1 haben Claude und ChatGPT die Zielgruppenrecherche beschleunigt. In der Produktion entstanden Charaktere und Hintergrundszenen KI-gestützt über unsere ComfyUI-Pipeline – UI-Elemente und alle anderen Parts klassisch. Für die englische Sprachversion nutzen wir ElevenLabs. Das Schwierigste: Color Grading, Grain-Overlay und manuelle Kanten-Bereinigung, damit die KI-Elemente nicht herausstechen. Rund 30 % Produktionszeit eingespart – weil die anderen 70 % in Konzept und Qualitätskontrolle geflossen sind.
Projekt ansehenNABU – Untere Havel
Naturschutz, 2D Animation: Tiere und Vögel wurden von Hand gezeichnet – KI hat in einzelnen Bildelementen die Animation unterstützt, nicht aber die Charakter-Designs generiert. Mensch gestaltet, KI hilft beim Beleben.
Projekt ansehenBPtK – Kinder und Jugend
Bundespsychotherapeutenkammer: Einzelne Charakter-Elemente über unsere KI-Pipeline, eingebettet in klassisch produzierte Szenen – für eine Serien-Produktion, bei der Konsistenz über viele Shots entscheidend ist.
Projekt ansehenWas KI kann – und was nicht
KI ist kein Kreativpartner. Sie ist ein Produktionswerkzeug. Der Unterschied ist entscheidend:
Insights zu Zielgruppen und Sachverhalten verdichten. Konsistente Assets generieren, wenn sie vorab mit einer präzisen Bilddatenbank auf einen Stil trainiert wurde. Technische Grundarbeit in der Post übernehmen.
- Kein Skript schreiben: KI kann Informationen liefern, um emotionale und semantische Verbindungen zu schaffen – die Geschichte daraus ist menschliche Arbeit.
- Keine eigenständige Stilfindung: KI zitiert immer. Die Entscheidung, welche Bildsprache zu welchem Thema passt, ist Handwerk und Erfahrung.
- Keine automatische Marken-Compliance: KI wendet Brand Guidelines nur dann zuverlässig an, wenn sie spezialisierte Input-Datenbanken bekommen hat. Ohne das prüfen unsere Designer:innen jedes Asset manuell.
- Die letzten 20 % Qualität: KI kommt schnell auf 80 %. Der Rest – Kerning, Easing-Kurven, subtile Farbstimmung – braucht Erfahrung und dauert genauso lang wie früher.
FAQ
Welche KI-Tools nutzt Jojomoto in der Videoproduktion?
In Phase 1 kommen Claude, ChatGPT und Perplexity für Recherche und Zielgruppenanalyse zum Einsatz. Für Bild- und Video-Generierung nutzen wir Nano Banana, Kling, WAN, LTX und Seedance – über ComfyUI als Workflow-Backbone mit projektspezifischen Bilddatenbanken. Adobe Firefly, After Effects und Premiere Pro AI sind in Compositing und Post integriert, ElevenLabs für Voice-Overs. Welche Tools konkret genutzt werden, entscheiden wir projektabhängig.
Sieht man KI-generierten Animationsvideos an, dass KI im Spiel war?
Genau das versuchen wir zu verhindern. KI-generierte Elemente laufen bei Jojomoto durch denselben Qualitätsprozess wie alles andere: Farbangleichung, Texturüberlagerung, manuelle Nachbearbeitung. Am Ende zählt nicht, welches Werkzeug im Einsatz war, sondern wie das Ergebnis aussieht.
Wird Videoproduktion mit KI-Unterstützung günstiger?
KI spart in bestimmten Phasen Zeit – bei Projekten wie simple system waren es rund 30 % der Produktionszeit. Diese Zeit fließt in Konzept, Feinschliff und Qualitätssicherung. Die Investition in einen guten Film bleibt eine Investition in Handwerk.
Was ist mit Urheberrechten bei KI-generierten Assets?
KI-Modelle sind auf riesigen Bildmengen trainiert – ein generiertes Bild kann ungewollt nah an einem fremden Stil oder einer Marke liegen. Deshalb prüfen und überarbeiten unsere Designer:innen jedes KI-Asset. Rechtssicherheit geht vor Geschwindigkeit.
Könnt ihr Teams beim Aufbau eigener KI-Workflows unterstützen?
Das ist ein Angebot, das wir gerade aufbauen. Wir geben weiter, was wir aus der eigenen Produktion täglich anwenden: Modellauswahl, LoRA-Aufbau für konsistente Stile, Pipeline-Entwicklung. Schreibt uns – wir schauen gemeinsam, was Sinn macht.
KI läuft bei Jojomoto 2026 in jeder Produktionsphase mit – und unser Team ist trotzdem nicht kleiner geworden. Weil KI uns von technischer Grundlagenarbeit befreit und Kapazität schafft für Konzept und Storytelling. Mehr dazu, wie das bei eurem Projekt aussehen könnte: KI-Workflow bei Jojomoto →

